Wenige Tage später rief ein Inspektor des Denver Police Departments an und teilte mir mit, dass der Honda gefunden sei, der Besitzer und der Fahrer waren ermittelt. Die Polizei kümmerte sich zwar um den kriminellen Teil dieser Sache, aber sie half nicht, den Schaden zu beheben. Ich bekam sämtliche Daten der beteiligten Personen genannt. Der Fahrer am Unfalltag hatte sich den Wagen eines Freundes ausgeliehen. Er war auch schon drei oder vier Mal in „hit and run accidents“ (Unfälle mit Fahrerflucht) verwickelt gewesen. Ich rief beide Personen an, aber der Erfolg blieb aus. Es sah so aus, als ob wir auf dem Schaden sitzen bleiben würden. Der Täter hatte sich mittlerweile aus dem Staub gemacht und wohl den Staat verlassen – der Besitzer des Honda hatte sich gemeldet und sagte zwar zu, den Schaden zu bezahlen, aber letztendlich kam nichts dabei herum. Aufgrund der Schadenshöhe (laut Kostenvoranschlag unter $ 700) sahen wir auch nicht den Erfolg, einen Anwalt einzuschalten, da dies ein sehr teurer Schritt wäre und der wirtschaftliche Erfolg in Frage gestellt war.
Zeitsprung: Sechs Monate später klingelte das Telefon. Eine aufgelöste Frauenstimme ließ eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Es war die Verlobte des Besitzers des Honda. Sie hatte von der Sache gehört und hatte ihrem Verlobten auferlegt, den Schaden zu begleichen. So kam es doch noch zu einem guten Ende und wir bekamen den Schaden ersetzt. Übrigens war der Schaden am Honda Civic zwei bis drei Mal so hoch wie der Schaden am Mini-Van. Heute machen wir gerne Späße darüber, was passiert wäre, wenn wir einen dieser großen Geländewagen (Chevy Suburban, etc.) gehabt hätten. Honda total platt – Geländewagen einen kleinen Kratzer ….! Na ja, wer zuletzt lacht, lacht am Besten. In diesem Falle hat dieses Sprichwort zu unseren Gunsten völlig Recht gehabt.
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