26. Februar 1998
Morgens schnell das Amt angerufen, wo ich die Social Security Number beantragt hatte und eben diese Sozialversicherungsnummer telefonisch erfragt. Zum Glück klappte das reibungslos. (Anmerkung: Nach uns jetzt vorliegenden Informationen kann man die SSN nicht mehr telefonisch erfragen, erhält sie aber dafür innerhalb von 1-2 Wochen per Post.) Jetzt war noch ein wenig Zeit für Sightseeing vorhanden, denn schließlich wollten wir den Verwandten zu Hause auch bildhaft darstellen können, wo wir bald leben würden.
Ab nach Downtown und das State Capitol und andere Sehenswürdigkeiten im Schnelldurchgang „besucht“. Dann ging es auf zum Händler. Der Mini-Van war fertig repariert – nur der Abgastest fehlte. Den musste ich selber machen. Kein Thema. Der Händler gab mir noch schnell einen Gutschein für diesen Abgastest und schrieb mir den Weg zur Abgasuntersuchungsstelle auf. Dann ging es an das Bezahlen. Fein säuberlich zählte ich dem Verkäufer und dessen Manager den Kaufpreis inklusive Mehrwertsteuer ($ 320) vor – in Traveller Cheques über 20 bzw. 50 Dollar (diese hatte ich nämlich so aus Deutschland die ganze Zeit mit mir herumgeschleppt). Dann die Unterschriftenorgie (jeder Traveller Cheque benötigte eine separate Unterschrift (puh!) und das Auto gehörte endlich mir! Der Händler klebte noch schnell das hier in Colorado übliche Papiernummernschild an die Heckscheibe – damit konnte der Wagen legal für zwei Monate auf der Straße bewegt werden. Jetzt schnell zur Abgasteststelle – Berufsverkehr!
Die Abgasuntersuchungsstelle war zum Glück nicht sehr weit weg und um diese Tageszeit nicht sehr überlaufen. Dennoch war ich erst zwei Stunden später wieder beim Autohändler, wo ich den Mietwagen abgestellt hatte. Was nun? Ein Fahrer, zwei Autos! Tim war nicht erreichbar, der eventuell hätte helfen können. Also, den Mini-Van bei McDonalds auf den Parkplatz gestellt, dann den Mietwagen geholt und daneben geparkt. Alles vom Mietwagen in den Mini-Van umgeräumt und dann mit dem leeren Mietwagen zum Flughafen (der natürlich weit außerhalb der Stadt liegt) und abgegeben. Wie nun zum frisch erworbenen Mini-Van zurückkommen? Taxi wäre extrem teuer, da der Flughafen „nur“ 35 Meilen entfernt vom Mini-Van ist. Ein Shuttle-Bus-Service brachte mich für $ 25 zurück nach Littleton! Der Fahrer war vor drei Jahren selber aus Ägypten in die USA eingewandert (sein Fahrstil war auch entsprechend – gibt es eigentlich ein Tempolimit in Ägypten?), man kam ins Gespräch und der Ägypter war sehr freundlich und setzte mich sogar direkt neben meinem Mini-Van ab. Es war mittlerweile 10 Uhr abends. Der Tag vor dem Abflug nach Deutschland! Den Mini-Van schnell noch vollgetankt, im Wal-Mart eine Lenkradsperre erworben, einen Hamburger im angrenzenden Burger King gekauft und ab ins Motel 6.
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