Chronologie einer Auswanderung nach Colorado – Part #2

by Christoph on August 29, 2009

Vorgeschichte:

Seit meiner Jugend war ich (Christoph) von Amerika fasziniert. Es dauerte allerdings beinahe 21 Lebensjahre, bis ich das erste Mal über den großen Teich flog. Aus geplanten sechs Wochen Kanada wurden dann mal eben zehn Wochen USA und Kanada. Zweimal wurde der Rückflug verschoben und der geplante Abreisetermin lief dann auf Stand-by-Basis. Damit war es praktisch um mich geschehen – die Auswanderung nach Amerika und ein Leben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten war ab sofort mein ganz großes Ziel. Der nächste Schritt in diese Richtung war eine fast 6-monatige Reise mit einem Freund durch die USA und Kanada (mit einem in USA gekauften gebrauchten Mini-Van). Am Ende dieser Reise hatte ich 43 US-Staaten gesehen und war in fast allen kanadischen Provinzen gewesen.

Der Traum vom Auswandern blieb natürlich immer aktuell. Problem war nur: Wie soll man es anstellen? Ich kannte ja eigentlich niemanden „drüben“ und alles, was man so über Visa-Angelegenheiten hörte, war ziemlich abschreckend und teuer.

Simone kam das erste Mal im Jahr 1994 mit mir nach Amerika, und auch sie freundete sich mit diesem riesigen Land an. Auswanderung war vielleicht nicht so direkt ihr Ziel, aber als Urlaubsziel war Amerika von da an erste Wahl. Ich „sponn“ zwar immer mal wieder vom Leben und Wohnen in Amerika, aber …

Im Frühjahr 1995 erschien in der Rheinischen Post ein Bericht über die Green Card-Lotterie. Ich hatte zwar schon mal davon gehört, aber das Thema irgendwie nie richtig verfolgt. Der Bericht erwähnte das kurz bevorstehende Ende der Einsendefrist und dass es eine Agentur in Bonn (TIA) gebe, die auch kurzfristig noch Bewerbungen in die USA schaffen könnte. Jetzt wurde ich doch hellhörig und veranlasste schnell eine Überweisung und faxte das ausgefüllte Antragsformular nach Bonn zu besagter Agentur. Die Agentur versprach damals jedem Teilnehmer einen Beleg, der auswies, dass die Bewerbung fristgerecht in den USA eingegangen sei. Nach zwei Monaten ohne Beleg fragte ich nach und erhielt die Kopie eines nichts sagenden Postbelegs von der Agentur. „Na, das war wohl nichts!“ dachte ich mir, und natürlich waren wir im Jahre 1995 nicht unter den Gewinnern. Waren wir betrogen worden oder …? Wir wissen es nicht, aber unser Vertrauen in „Green Card-Agenturen“ war gleich Null.

Das Jahr 1996 kam und die nächste Green Card-Lotterie stand vor der Tür. Diesmal machte ich mich selber daran, die Bewerbung fristgerecht nach Amerika zu bekommen. Zwei Briefumschläge (einer für Simone und einer für mich selber) wurden verschickt. Einer aus Düsseldorf und der andere zwei Tage später aus Krefeld. So warteten wir also auf die Dinge, die da kommen mochten.

No related posts.

Leave a Comment

Previous post:

Next post: