Die folgenden Tage verbrachten wir mit Shopping. Möbel, Computer, Telefon und, und, und! Unsere deutschen Kreditkarten liefen buchstäblich heiß. Der morgendliche Blick in die Zeitung galt neben dem Ausloten von Sonderangeboten natürlich auch der Jobsuche, und wir schickten eine Hand voll Bewerbungen raus – per Post und mit dem Hinweis, dass wir ab dem 14. April auch Telefon hätten.
Wir mussten natürlich auch ein Bankkonto haben und entschieden uns für die lokale FirstBank – ein Jahr freie Kontoführung und sogar (!) Telefon-Banking. Wir kamen uns fast wie in der Steinzeit vor, als wir das hörten, und dazu noch das Gewusel mit den umständlichen Schecks. Warum die Amerikaner auch heute noch immer so gerne mit Schecks bezahlen – wir haben keine Ahnung und verstehen tun wir es schon mal gar nicht! Länger anstehen an der Kasse, das umständliche Ausfüllen, Scheckbuch mit dem Konto abgleichen – viel zu viel Aufwand! Zum Glück sollte die Automatenkarte eine eingebaute Visa-Karten-Funktion haben – dasselbe war uns in Deutschland als Kreditkarte angedreht worden (wir fanden nach dem ersten Umsatz in Deutschland heraus, dass jeder Umsatz direkt belastet wurde). Wie eine deutsche Bank (nicht die „Deutsche Bank“) das als Kreditkarte bezeichnen kann, ist uns auch immer noch ein Rätsel. Na ja, dafür sind die Amis im Internet-Banking und bei den Überweisungen noch ein wenig hinter Deutschland zurück. Auch das Paradies ist eben nicht perfekt.
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