4. April 1998
Wir kauften uns eine Queen-Size-Matratze mit Untergestell (Foundation/Box Spring) und einem Rahmen. Lattenroste wie in Deutschland scheint es in Amerika nicht zu geben. Beim Einkaufen stellten sich dann auch so manche Übersetzungsprobleme ein, denn wer weiß schon von Haus aus, dass der untere Teil des Bettes aus einem Rahmen (Frame) und der Grundlage/Unterlage (Foundation) besteht. Mit Händen und Füßen wurden fehlende Englischkenntnisse perfekt ausgeglichen. Lieferung für die Matratze wäre in drei Tagen möglich, sagte uns der Verkäufer, so entschieden wir uns für die Option „Selbsttransport“ – wofür hatten wir den großen Mini-Van? Die Matratze in den großen Mini-Van gehievt – passte wie die Faust aufs Auge! Und dann die Foundation aufs Dach. Da wir kein Seil parat hatten, baten wir den Verkäufer um Hilfe – ein dünnes Nylonseilchen war alles, was er bieten konnte. Na ja, drei Kilometer Nylonseilchen halten so gut wie 20 Meter dickes Seil. Jetzt fing es auch noch an zu schneien, aber die beiden Teile waren in Plastikfolie eingeschweißt. Im Schneckentempo ging es also nach Lakewood zum Apartment. Gut angekommen schleppten wir alles die 40 Meter vom Auto zum Apartment – wir hatten ein Bett! Wie man sich doch über so kleine Dinge freuen kann.
Im örtlichen Wal-Mart suchten wir dann nach Bettwäsche. Anders als in Deutschland mit seinen Bezügen nehmen die Amerikaner ja Laken und legen da die Decke drauf. Nachdem wir das System „verstanden“ hatten, suchten wir uns passende Bezüge aus, und auch die passende Decke kam dazu. Die Verkäufer im Wal-Mart werden sich wohl heute noch wundern und darüber amüsieren, wie jemand eine Stunde in der Bettwäscheabteilung ratlos hin und her rennen kann.
Related posts: